Basale Stimulation

Basale Stimulation beschreibt ein therapeutisches Konzept. Dabei werden Wahrnehmungsbereiche aktiviert und Körper- sowie Bewegungserfahrungen angeregt. Es wird auch zur non-verbalen Mitteilungsform eingesetzt.

Was ist bei der Durchführung anders, wenn die Diagnose Demenz vorliegt?

Bei Menschen mit Demenz ist darauf zu achten, dass die Stimulationsbereiche der Basalen Stimulation einen Alltagsbezug haben oder bestmöglich eine Alltagsaktivität durchführt. Ist dies nicht gegeben so führt es zur Irritation, wird nicht angenommen, verweigert oder abgelehnt. Auch der Tonus (Muskelspannung) verändert sich.

Die Stimulation soll aus dem „natürlichen“ Alltag entnommen sein.

Wie können die einzelnen Sinnesbereiche natürlich und mit Alltagsbezug Stimuliert werden?

  • Somatische Anregung (den ganzen Körper betreffend). Dies kann ein Lagerungswechsel sein oder auch eine grundsätzliche Körperpflege.
  • Vestibuläre Anregung (Wahrnehmung von Beschleunigung in verschiedene Richtungen). Das Unterschiedliche positionieren des Oberkörpers z.B. mit einem Lagerungskissen erhöhen.
  • Vibratorische Anregung (Wahrnehmung von Körpertiefe,-fülle und innere Stabilität). Praktisch umgesetzt werden kann dies mit einem elektrischen Rasierapparat oder einer elektrischen Zahnbürste.
  • Orale Stimulation (Stimulation des Mundbereiches). Sollte nur nach entsprechender Schulung durchgeführt werden.
  • Olfaktorisch-gustatorische Anregung (Geruchs- und Geschmacksempfindungen). Riechen in sinnvolle Zusammenhänge einbetten. Beispielsweise beim Tee kochen oder eincremen.
  • Auditive Anregung ( Hören). Biographie bezogene Musik anbieten. Stille Phasen zulassen und einhalten.
  • Visuelle Angebote (Sehen). Die Umgebung überschaubar gestalten.

Die Aktivitäten des täglichen Lebens bieten bereits gute Stimulationsmöglichkeiten. Lasst euch Zeit und beobachtet bei der Durchführung immer wieder den Menschen mit Demenz. So kann auf Veränderungen der Stimmung und des Muskeltonus reagiert werden.

-Marina-