Demenz Moment des Abschieds

Abschied nehmen ist mir immer schwer gefallen. Ich verknüpfte den Tod eines Familienmitgliedes, eines Bewohners (Pflegeeinrichtung) oder eines Klienten mit dem traurig sein. Im Laufe der vergangenen Jahre hat sich dies verändert. Mitunter durch private Erlebnisse. Aber auch durch die Berufliche Erfahrung und der Palliative care Weiterbildung.

Jeder Abschied ist ein Sonnenuntergang, auf den unweigerlich die Morgenröte wartet.

-unbekannt-

Abschied gehört nun für mich mit dazu. In all der Trauer versuche ich die Erinnerungen, sozusagen die Morgenröte zu sehen. Die schönen Erinnerungen und Erfahrungen lassen mich zuversichtlich Blicken. Manchmal aber auch die Erleichterung darüber, dass der/die Sterbende Frieden gefunden hat.

Wie können die letzten Momente mit Demenz gestaltet werden:

  • Zwinge Sterbende zu nichts. Auch nicht zum Essen.
  • Bei Mundtrockenheit kann der Mund befeuchtet werden, gerne mit dem Lieblingsgetränk aus der Vergangenheit (Biographie Bezug). Auch Bier oder Wein ist erlaubt. Nur bitte in Maßen. Dabei auf die Reaktion warten.
  • Sorge für warme Hände und Füße.
  • Basale Stimulation anbieten.
  • Sorge für eine ruhige und entspannte Atmosphäre. Türen knallen und hitzige Diskussionen im Hintergrund vermeiden.
  • Gestalte den Raum ansprechend. Mit Duft aus der Vergangenheit oder vertraute Dekorationen und Accessoires.
  • Bei Unruhe des Sterbenden versuche Angst zu nehmen.
  • Halte die Hand, spreche ruhig, auch leise Musik kann beruhigen.
  • Gebe Pausen und lasse auch zu, dass der Sterbende Momente für sich alleine hat.

Meine persönliche Erfahrung zeigte auch, dass Abschied auch Humorvoll sein kann. Wenn beispielsweise mit Angehörigen über witzige Erinnerungen des Sterbenden gesprochen wurde, wurde auch gelacht.

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– Marina-