Wenn die Handlungsfähigkeit verloren geht.

Mit dem Kamm die Margarine auftragen oder mit der Zahnbürste die Haare bürsten. Dies sind Zeichen von apraktischem Handeln. Doch was ist eine Apraxie?

Das Bild zeigt, wie die Zweckmäßigkeit der Gegenstände, welche wir im laufe unseres Lebens erlernt haben verloren gegangen ist.

Apraxie, das beschreibt den Verlust der zweckmäßigen Handlungsfähigkeit. Handlungen können nicht mehr zielgerichtet und basierend auf unseren Erfahrungen durchgeführt werden. Im Laufe unseres Lebens haben wir erlernt, wie wir Handlungen quasi automatisiert durchführen. Wir denken nicht darüber nach, wenn wir nach dem Messer greifen und die Margarine oder die Butter auf das Brot schmieren. Ganz ohne darüber nachzudenken gießen wir uns ein Getränk ein oder putzen mit der Zahnbürste die Zähne.

Ursache für eine Apraxie sind strukturelle Schädigungen des zentralen Nervensystems welche beispielsweise durch eine Demenz hervor gerufen werden können.

Tipps, wie wir Menschen mit Demenz im Verlauf der Erkrankung unterstützen können:

  • Orientierungshilfen anbringen (Türschilder)
  • Handlungsabläufe verbildlichen
  • Handlungen vereinfachen (überflüssige Utensilien entfernen)
  • Keinen Zeitdruck machen
  • Defizite oder Fehler nicht ansprechen sondern höflich vormachen (nonverbal anleiten)
  • Für eine entspannte Stimmung sorgen (niemand fühlt sich wohl wenn Stress und Erwartungsdruck herrscht)

Schaut genau hin welche Ressourcen vorhanden sind. Diese können einbezogen werden um sie bestmöglich zu fördern und zu erhalten. Das aufweisen von Defiziten kann zu Frust und sozialem Rückzug führen.

-Marina-